Zur Startseite - Home

Banner Jahreslosung 2020

Nazareth trägt

In unserer Gemeinschaft tragen viele dazu bei, dass fachlicher Austausch, kollegiale Begleitung, diakonische Reflexion, geistliche Stärkung, Gottesdienst und Gebet stattfinden.

Bei unseren Treffen entwickeln sich immer wieder neue Kontakte und Möglichkeiten gemeinschaftlichen Lebens.

 

  

Ich glaube – hilf meinem Unglauben. (Markus 8,24)

Jahreslosung 2020

Liebe Schwestern und Brüder!

Mal ehrlich, mir kam die diesjährige Jahreslosung spontan reichlich sperrig daher. Nicht so eingängig wie in den Vorjahren, nicht so inspirierend, bildreich und anstiftend. Sie transportiert ja jede Menge Polarität und Ambivalenz. Glaube, Unglaube – natürlich kennen wir das ja selbst zur Genüge. Muss uns das dann auch die Jahreslosung noch vorhalten? Ich glaube, ja, ich übe mich – aber, hilf meinem Unglauben? Das legt ja doch noch eine Schippe drauf. Sofort wird der ringende, ja geradezu existentielle Charakter dieses Ausrufes deutlich. Da kämpft jemand vor Gott und der Welt um seinen Glauben – und das völlig zurecht, wenn wir uns die ganze Geschichte vergegenwärtigen, die dem zugrunde liegt (nachzulesen ab Markus 8,14). Es ist eine bemerkenswerte Geschichte eines Vaters, der um die Gesundheit seines Sohnes kämpft und die Jünger und Jesus um Unterstützung bittet. Es ist, wie wir das aus dem neuen Testament kennen, eine Wundergeschichte, und natürlich wird der Junge geheilt. Wir sollen erfahren, mit welcher Macht Jesus ausgestattet ist und wie er das eigentlich macht, wenn jemand durch ihn heilwerden kann. Wer glaubt dem wird geholfen oder auch „dein Glaube hat dir geholfen“.

 

Also: dem Geist Gottes Platz einräumen, kann bedeuten, Verirrungen, Verzweiflungen, Schuldgefühle und selbst- und fremdschädigende Gedanken zu vertreiben. Dem Geist Gottes Platz einräumen (und damit vielleicht auch vermeintlich andere Geister vertreiben) kann bedeuten, neue Freiheiten und Möglichkeiten zu entdecken, eigenen Kompetenzen zu vertrauen. Dem Geist Gottes Platz einräumen kann bedeuten, nicht mehr allein mit den Sorgen und Nöten zu sein, sondern jemand an der Seite zu haben, der mitfühlt, mitleidet, mitdenkt. Auch das kann befreien.

 

Die Botschaft der Geschichte ist keine Handlungsanweisung für die Behandlung von Epilepsie oder anderer Krankheiten. Sie ist aber eine Geschichte von Menschen und ihrer Beziehung zu Gott. Ihres Ringens mit Gott. Der Glaube, so vermittelt es Jesus, ist die Brücke zwischen Menschen und Gott, Jesus ist der Anstifter der Brücke und damit bis heute ein Vorbild. Brückensituationen schaffen, so könnte man sagen, das ist Diakonie. Menschen Anschluss finden lassen, durch Nähe, Gespräch, Kontakt vielleicht auch Gebet; einen Raum schaffen für die Begegnung mit Gott und letztlich für Heilung. Glaube, Zweifel, Unglaube gehört zum Christsein dazu, elementar, existentiell, das Leben lehrt uns das, ich bin von Gott nicht besser oder schlechter angesehen, je nachdem wie ich gerade Glaube oder nicht.

 

Das, was sich im Glauben ereignen kann, ist tatsächlich manchmal unglaublich! Der Glaube kann dem Leben eine Richtung gehen, auf die es sich lohnt zuzugehen. Sollte es uns gelingen aller Vorläufigkeit, alle Unbeholfenheit, aller Zerrissenheit Raum zu geben – hilf meinem Glauben und meinem Unglauben – dann kann Gottes Gnade und Barmherzigkeit an Platz gewinnen. Nur wer nicht alles selber schaffen will und muss, wer auch der Option von Gottes Wirken und Wirksamkeit Platz gibt, kann mit Gott und im echten Leben Wunder erleben. Das heißt für uns wir humpeln, stoppeln heiter weiter gegen die Zerstörung der Welt und für die Rettung von Menschen und Schöpfung.

Wir hoffen und vertrauen auf Gottes Wirken und Wirksamkeit bei uns selbst, bei anderen und in der Welt. Ich lese heute die Jahreslosung als eine Losung für die Unsicheren, die Suchenden, die nach Orientierung Fragenden, die gelegentlich den Kontakt zu Gott Verlierenden, die an seiner Zugewandtheit Zweifelnden – nicht, dass uns das fremd wäre.

 

Also zutiefst diakonisch, diese Jahreslosung und darum eine gute Überschrift für uns Diakoniker für das Jahr 2020.

 

Ihr und Euer Wolfgang Roos-Pfeiffer

Ältester der Diakonischen Gemeinschaft Nazareth

   Informationen

  » Geschäftsstelle
  » Impressum

Folgen Sie unserem YouTube-Kanal


"Diakonische Gemein-schaft Nazareth bedeu-tet für mich: Austausch über aktuelle und beru-fliche Themen, Vielfalt, Begegnung, Wohlfühlen und mich persönlich weiterentwickeln zu können."

Jacqueline C.


Termine

Die nächsten Termine im Überlick.

Herzliche Einladung!


Nazareth-Leporello: » Was kann aus Nazareth Gutes kommen? Komm und sieh es! « - [pdf]-Datei öffnen

» Link zum Mitgliederforum


Nützliche Links
Kontaktformular

 

Informationen
Impressum
Datenschutz
Tipps zum Datenschutz
Barrierefreiheit

Service
Sitemap


Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel sind wegen Förderung mildtätiger, kirchlicher und als besonders förderungswürdig anerkannter gemeinnütziger Zwecke nach dem Freistellungsbescheid bzw. nach der Anlage zum Körperschaftsteuerbescheid des Finanzamtes Bielefeld-Außenstadt, StNr. 349/5995/0015, vom 25.02.2015 für den letzten Veranlagungszeitraum nach § 5 Abs. 1 Nr. 9 des Körperschaftsteuergesetzes von der Körperschaftsteuer und nach § 3 Nr. 6 des Gewerbesteuergesetzes von der Gewerbesteuer befreit. 

Diese Webseite verwendet Cookies, um die Bedienfreundlichkeit zu erhöhen. Weitere Informationen.

OK

© 2020 v. Bodelschwinghsche Stiftungen Bethel